Anlässlich des 150. Geburtstags des Museums stellt sich das Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud ausnahmsweise selbst in den Mittelpunkt einer großen Sonderschau. Bei diesem einmaligen Blick hinter die Kulissen erfuhren die Besucher alles über die Arbeit im Museum.

Das Wallraf blickt in der Ausstellung zurück auf seine lange und ereignisreiche Geschichte. Diese begann mit dem Wissenschaftler Ferdinand Franz Wallraf, der seine ungeheuren Kunstschätze der Stadt Köln vermachte, und dem Kaufmann Johann Heinrich Richartz, der das Geld für den ersten Museumsbau stiftete, welcher am 1. Juli 1861 feierlich eröffnet wurde.

Ferdinand Franz Wallraf   Johann Heinrich Richartz

Nach einigen einführenden Informationen zu den Gründern des Museums begaben sich die Besucher unter sachkundiger Führung auf den Rundgang durch die Ausstellung.

Spannend und gut verständlich erklärte die Schau die verschiedenen Facetten der Museumsarbeit. .Auf recht anschauliche Weise wurden die Besucher und Besucherinnen  während der Führung u.a.  mit den Themenbereichen Sammeln (Abb. 1 und 2), Erforschen  (Abb. 3: Multimediale Altarbilder),

     
Abb.1 Abb.2 Abb.3

Dokumentieren vertraut gemacht.  Interessant war zu  erfahren, wie ein Museum an entsprechende Kunstwerke gelangt (Schenkungen, Leihgabe u.a.).  An praktischen Beispielen wurde demonstriert, was und  wofür ein Zustandsprotokoll  (Abb. 4) wichtig ist, wie  viel Arbeit und Zeitaufwand für die Restaurierung eines Bildes erforderlich ist (Abb. 5) bzw. welche Mittel und Wege es gibt, um die Echtheit eines Bildes zu prüfen. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die richtige Beleuchtung (Abb. 6), um entsprechende Effekte zu erzielen.

Abb.4  Abb. 5   Abb.6

Außerdem wurde auf moderne Aspekte wie Sponsoring, Marketing oder Haustechniken hingewiesen. All dies ist erforderlich, um die verschiedenen Kunstwerke dem Publikum in ansprechender  Weise vorzuführen.

Der Jubiläumsausstellung dürfte gelingen, was Andreas Blühm (Direktor des Museums) als Hauptziel der Arbeit im Wallraf-Richartz-Museum formuliert: die Entdeckung des Sehens.

Nach der Führung durch die Sonderausstellung hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer  Gelegenheit, sich eine der weiteren im Hause laufenden Ausstellungen anzuschauen oder  bei  einem Bummel durch die Altstadt das schöne Wetter zu genießen

Dorsten, 18.08.2011

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