09. Januar 2011
Eine Vielzahl von Mitgliedern und Freunden machte sich trotz Winterwetter auf den Weg nach Wuppertal, um sich von den Bildern Pierre Bonnard (1867-1947) faszinieren zu lassen.
„Die Ausstellung zeigt seinen Weg vom talentierten Anfänger, der der mit dem Impressionismus groß geworden ist und sich als Mitglied der Künstlergruppe „Nabis“ hervorgetan hat, bis zum Individualisten, der sich nur schwer einordnen lässt. In über 120 Gemälden, Zeichnungen und Graphiken wird deutlich, dass Bonnard ein leuchtendes Kolorit, aber auch ungewöhnliche Blickwinkel bevorzugt hat, ähnlich den japanischen Farbholzschnitten, die im 19. Jahrhundert Verbreitung fanden. Sein Werk hat sich im Dialog mit anderen Künstlern entwickelt, um dann mit Hilfe von neuen Formen der Zwiesprache zur Reife zu gelangen, bis es selbst Objekt des Interesses von Kollegen wurde.
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Pierre Bonnard (1867-1947) war ein Magier der Farbe. Seine Motive fand er vor allem in Paris, in der Normandie und an der Côte d´Azur: Straßenszenen, Frauen, Kinder, Stilleben, Ateliers und andere Innenräume, aber auch üppig blühende Gärten, sommerliche Terrassen und lichterfüllte Landschaften. Seine sinnlichen Kompositionen wirken heute wie Balsam für die Seele. Dabei sind sie schwierigen Lebenssituationen geradezu abgetrotzt. Er entwickelte einen eigenen flächigen Stil. Bonnard fertigte Skizzen seiner Motive an, die wohlkomponierten Ergebnisse entstanden aber in der Abgeschiedenheit seines Ateliers.
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Die Glück, Sorglosigkeit und Entspannung vermittelnden Bilder Bonnards gehören zu den fortschrittlichsten Werken, die die Malerei seiner Zeit hervorgebracht hat. Sie drücken von starker Naturverbundenheit gespeiste Empfindungen aus und sind gleichzeitig Experimente mit der Autonomie der Farbe. Bonnard hat zwar die Grenze zur Abstraktion nie überschritten, seine Grenzgänge aber haben weitergewirkt. Dabei sprengte er konventionelle Gattungsgrenzen; neben „reinen“ Landschaften, Figurenbildern, Stillleben und Interieurs schuf er zahlreiche Arbeiten, die weder ganz dem einen noch ganz dem anderen Genre zuzuordnen sind. Die Aufhebung überkommener Trennlinien verfolgte er wie kaum ein zweiter Künstler durch die Beschäftigung mit der Wirkung von Spiegeln und Fenstern als Übergangszone zwischen Innenleben und Außenwelt und als Ort der Begegnung verschiedener Sphären.“
Es war eine Wohltat für den Betrachter, in den wunderbar kombinierten Farben seiner Bilder zu versinken.



