2004

Mit seiner diesjährigen Viertagefahrt begab sich der Dorstener Kunstverein auf die Spuren der Weserrenaissance.
Dabei bot sich den 25 Teilnehmern ein vielfältiges Besichtigungsprogramm, in dessen Mittelpunkt die Zeugnisse einer regen Bautätigkeit als Ausdruck wirtschaftlicher Blüte und von Macht und Bildung zwischen 1520 und 1620 standen.

Nach dem Besuch des Weserrenaissance-Museums im Schloss Brake in Lemgo mit einer umfassenden kulturgeschichtlichen Einführung wurde in Rinteln, einem von Fachwerkbauten im Renaissancestil geprägten Städtchen, Quartier bezogen.

Von Rinteln aus ging es durch das landschaftlich reizvolle Schaumburg-Lippe nach Hameln, wo sich der Reichtum des ausgehenden Mittelalters in einer großen Zahl überaus reich geschmückter Bauten zeigt, die bei einem ausgiebigen Stadtrundgang unter sachkundiger Führung näher erläutert wurden. Auf dem Rückweg wurden Hämelschenburg, das als wichtigster Bau der Weserrenaissance gilt, und Bad Pyrmont angesteuert.

Der folgende Tag führte die Reisegruppe ins Wilhelm-Busch-Museum in Hannover, das sich neben einer Dauerausstellung über Wilhelm Busch auch als Karikaturenmuseum mit wechselnden Ausstellungen versteht. Begeisterndes Highlight bei der anschließenden Besichtigung der Herrenhäuser Gärten war die von Niki de Saint Phalle ausgestaltete Grotte.

Der letzte Tag der Reise hatte zunächst weserabwärts Fürstenberg mit seiner berühmten Porzellanmanufaktur, wo in einer interessanten Führung Herstellung und Kulturgeschichte des Porzellans zu erfahren waren, zum Ziel. Nach der Fahrt durch den Solling endete das Reiseprogramm mit einer Besichtigung von „Ellermeiers Burgmannshof“ in Hardegsen, dessen Geschichte und Rekonstruktion sein Besitzer Dr. theol. Friedrich Ellermeier auf höchst amüsante und lehrreiche Weise darstellte, wobei auch das von ihm eingerichtete Geigenmuseum gewürdigt wurde.

Am späten Sonntagabend wieder in Dorsten angekommen, waren sich die Teilnehmer der Kunstreise einig, daß vier interessante und erlebnisreiche Tage, bei denen Geselligkeit und Gedankenaustausch nicht zu kurz kamen, hinter ihnen lagen.

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    Der Drubbel in Dorsten