Zum ersten Mal ins Ausland führte die diesjährige Kunst- und Kulturfahrt des Dorstener Kunstvereins ihre Teilnehmer. Ziel der viertägigen Fahrt war die katalanische Hauptstadt Barcelona, eine der faszinierendsten und lebendigsten Metropolen Europas. Eine Rundfahrt führte die Reisegruppe zunächst auf den Montjuic, von wo sich ein groß- artiger Ausblick über die Millionenstadt und ihre einzigartig schöne Lage zwischen den Pyrenäen und dem Mittelmeer bot. Die anschließende Führung durch die engen Gassen der über der römischen Siedlung errichteten gotischen Altstadt mit dem alten Königspalast und der Kathedrale führte schließlich zum Picassomuseum mit einer Sammlung aus Picassos Privatbesitz, die vor allem sein weniger bekanntes Frühwerk zeigt.

Ein weiterer Museumsbesuch galt dem kaum weniger bekannten spanischen Maler und Bildhauer der Moderne Joan Miro. In der Nachbarschaft des Miromuseums befindet sich das katalanische Nationalmuseum mit einer beeindruckenden romanischen Sektion und großartigen Beispielen – darunter besonders Fresken der sakralen Kunst Katalaniens aus dem 10. – 12. Jahrhundert. Ein weiterer Höhepunkt war die Exkursion zu den Bauten des bekanntesten katalanischen Architekten Antoni Gaudi, die als expressive Spielart des Jugendstils aus dem Beginn des 20. Jahrhunderts ein bedeutende Rolle im Stadtbild Barcelonas einnehmen. Besucht wurden die Casa Battlo, die seit 90 Jahren im Bau befindliche Sagrada Familia und der hoch über der Stadt gelegene fantastische Park Güell.

Trotz des umfangreichen Besichtigungsprogramms blieb Zeit für eigene Unternehmungen. Dabei erwies sich die Lage des Hotels am Rande der Altstadt als recht günstig für Streifzüge zu Fuß durch die Altstadt oder über die berühmte Flaniermeile La Rambla bis hinunter zum Meer mit seinem anlässlich der Olympischen Spiele 1992 großzügig umgestalteten ehemaligen Hafengebiet. Eine überraschende Ergänzung des Programms war eine Armee von aus Wohlstandsmüll gepressten Figuren des Kölner Aktionskünstler HA. Schult, die auf einem der schönsten Plätze der Stadt, der Placa Reial, aufgestellt waren. Diese die Wohlstandsfolgen anprangernde Aktion gab es zuvor auf der Domplatte in Köln und auf der Chinesischen Mauer. Beeindruckt und begeistert zeigten sich am Ende die Reiseteilnehmer von der mediterranen Urbanität und der Vielfalt des kulturellen Reichtums dieser großartigen Stadt.

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