2008

Lust auf mehr machte 26 Mitgliedern des Dorstener Kunstvereins die diesjährige mehrtägige Kunstreise von Fronleichnam bis zum folgenden Sonntag ins Elsass.

Untergebracht in Riquewihr, mitten in den schönen elsässischen Weinbergen, lernten die Teilnehmer so auch abseits der Kunst bei einer Weinprobe den Unterschied zwischen einem Edelzwicker und einem Pinot gris kennen. Ein im Programm nicht angekündigtes Highlight war die Begleitung durch die Speyrer Kunsthistorikerin Dr. Andrea Nisters, die engagiert, fachkundig und mit lauter Stimme nicht nur die romanischen und gotischen Kirchen vor allem in Weißenburg, Schlettstadt und Straßburg erklärte, sondern auch zahlreiche Details zu den architektonisch vielseitigen und interessanten Fachwerkorten überall am Wege. Ergänzt wurden ihre Ausführungen von kundigen Stadt- und Museumsführern in Colmar, wo natürlich der Isenheimer Altar besonders faszinierte.

Erweitert wurde der Blick ins Mittelalter durch die berühmte Humanistische Bibliothek in Schlettstadt, die vor allem die Bedeutung der Erfindung des Buchdruckes für das Weltbild der Menschheit offenbart. Ein Seitensprung nach soviel Mittelalter war der Besuch des 2007 eröffneten Tomi-Ungerer-Museums in Straßburg, das in sehr gekonnter Weise die Kinderbuchillustrationen und die satirischen Arbeiten des Künstlers präsentiert.

Offen blieben da zum Schluss nur die Fragen, ob Albert Schweitzer, wie im Museum im schönen Kaysersberg behauptet, daselbst oder in Schaffhausen (Schweiz) geboren wurde und wer wann alsbald wieder einmal ins romantische Elsass fährt.

aufgeschrieben von Ludwig Kleimann


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