Erich Krians künstlerisches Denken manifestiert sich auf vielerlei Ebenen. Zu einer Vielzahl von Skulpturen und Wandobjekten traten in den letzten Jahren vermehrt Arbeiten auf Papier hinzu, mit denen der Bildhauer bereits erkundete Ausdruckswege verlassen konnte, um bei der Umsetzung seiner künstlerischen Leitgedanken ein neues, weiträumig angelegtes Terrain für sich zu erobern.
![]() |
![]() |
![]() |
Dabei zeigt bereits ein erster Blick auf das Gesamtwerk des Künstlers, daß es Krian bei der Umsetzung seiner Gestaltungsideen um wesentlich mehr als um die bloße formalästhetische Befragung bestimmter Materialien oder eine selbstgenügsame Erprobung von zuweilen “kunstfremden” Substanzen geht. Aus sämtlichen Werken spricht die Dominanz und das Wirken einer bestimmten Raumidee, die die jeweiligen Werkgruppen – trotz der nachhaltigen Unterschiede in gestalterischem Ansatz und formaler Erscheinung – eng miteinander verknüpft und deren individuelle Formensprache mit entsprechenden Inhalten auflädt.
Es geht Krian um die existenziellen Dimensionen seines Kunstschaffens. Sein Werk deutet über das nur der Anschauung zugängliche, der rein visuellen Präsenz verpflichtete hinaus auf eine Metaebene der sinnlichen Erfahrung. Hinter sämtlichen Arbeiten verbirgt sich eine existenzielle Grundhaltung, die das eigentliche Werk und dessen phänomenologisch faßbaren Ausdruckswerte einbindet in ein komplexes, aus elementaren Lebenserfahrungen heraus entstandenes Gedankengebäude, das die eigentliche Basis für ein tiefgreifenderes Verständnis seines gestalterischen Vorgehens abgibt.
Text Uwe Schramm (Kunstverein Münsterland, Coesfeld) aus dem Ausstellungskatalog
Biographie von Erich Krian:














