Auf Einladung des Dorstener Kunstvereins und der St. Agatha-Kirchengemeinde wurden in der Zeit vom 15.Oktober bis 19.November 2011 „Kreuztücher“ von Erich KRIAN ausgestellt. Erich Krian ist 1948 in Dortmund geboren, hat von 1969-1973 an der FH Dortmund Malerei bei Prof. Gustav Deppe studiert und von 1972-77 an der Kunstakademie Düsseldorf Malerei bei Prof. Rupprecht Geiger und Prof. Gotthard Graubner. 1976 war er Meisterschüler bei Prof. R. Geiger. Seit 1976 ist Krian freischaffender Künstler. Er lebt und arbeitet in Dortmund und Pompeiana (Italien). In den Jahren 2006, 2008 und 2010 war er Gastkünstler in der Cité Internationale des Arts in Paris.

 

Das Ausstellungsprojekt „Kreuztücher“ begann im Juni 2009 in der St. Johanniskirche in Herford und setzte sich fort in verschiedenen Kirchen und kirchlichen Organisationen. Letzte  Station war im Juni 2011 die St. Bartholomäus-Kirche in Ahlen. Die Tücher sind ein Teil eines größeren Tuch-Ensembles, das Krian in der gesamten Republik zeigt. Die „Kreuztücher“ hatten schon im Mittelalter Tradition und waren unter anderem als Hungertücher bekannt, weil sie während der Fastenzeit den Altar verhüllten.

 

 

Dem Priester stehe es frei, die Themen seiner Kunst in seine Predigt aufzunehmen, meinte der Künstler. Eingebettet seien die Kreuztücher nicht etwa in eine bestimmte Liturgie, aber es biete sich an, dass die Geistlichen in ihren Ausführungen auf die Tücher Bezug nehmen. Dies sei während der Ausstellungsdauer, wie Pastor Franke im Rahmen der Finissage am 19.11.2011 in seinen abschließenden Worten erklärte, ausführlich geschehen. Auch mehreren Schulklassen seien die „Kreuztücher“ und ihre Bedeutung näher gebracht worden.

In der St. Agathakirche hingen die Tücher hinter dem Altar, an einer Seitenwand und vor der Orgelempore, wo sie für Gläubige bzw. Besucher während der Gottesdienste ganz sicher ihre Aussagekraft nicht verfehlten.

 

 

Zur Finissage hatte sich der Dorstener Kunstverein etwas Besonderes einfallen lassen: Bei Kerzenlicht sang Dita Kosmakowa mehrere Lieder nach Texten von Krian. Begleitet wurde sie dabei von Philip Ritter auf dem Klavier. So fand die Ausstellung einen passenden, eindrucksvollen Abschluss.

Dorsten, im Dezember 2011

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