Frauenbilder, Traumbilder, Trauerarbeit sind die Schlagworte, die ihre Arbeiten umreißen. “Werke, die alles andere als pflegeleicht sind und zum Nachdenken herausfordern”, schilderte die stellvertretende Bürgermeisterin Christel Briefs ihren ersten Eindruck der Ausstellung.
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Laula Plaßmann entwirft in ihren Bildern und Halbplastiken Erinnerungen an ihre jüdischen Wurzeln. Ihre Ahnengalerie zeigt Gesichter ihrer Vorfahren. Gedachte Portraits von Menschen, die dem Nationalsozialismus zum Opfer fielen und die die Künstlerin nie persönlich kennen lernen konnte. Trotzdem wirken ihre Figuren und Gesichter faszinierend echt. Filigran und fragend, zart und zerbrechlich, anmutig und gezeichnet von morbider Schönheit treffen den Besucher die Blicke der Zeugen einer traurigen Vergangenheit. Blicke, die zum Dialog auffordern und eine Geschichte zu erzählen haben. Der schwarze Hintergrund vieler Portraits – nicht ausschließlich die Farbe des Todes, sondern auch die Farbe des Geheimnisvollen lässt die Konturen der Gesichter heraustreten und kontrastiert eindrucksvoll die Zartheit der Gesichtszüge. Kunst als Äquivalent zur Wirklichkeit, der Mut zur Realität, verleiht Laula Plaßmanns Bildern große Intensität.














