Der Dorstener Kunstverein bewirbt sich mit dem Projekt – EIN MUSEUM FÜR TISA VON DER SCHULENBURG – um die Teilnahme an Ruhr.2010.
Über die nächsten drei Jahre, nämlich bis 2010, will der Dorstener Kunstverein Dorstener Schulen anbieten, sich an dem Jugend-Kunstprojekt zu beteiligen. Es ist für Schülerinnen und Schüler ab dem neunten Jahrgang gedacht.
Bei diesem Projekt steht im Vordergrund, die Dorstener Künstlerin und Ordensfrau in den Blick der Jugendlichen zu rücken als „LOCAL HERO“, mit dem Ziel, sie als eine Künstlerpersönlichkeit zu erfahren, die für die Traditionen des Ruhrgebiets steht. Als Produkt entsteht eine Wanderausstellung, die geeignet sein wird, durch Schulen der Stadt und/oder auch zu den Partnerschulen und -städten Dorstens zu reisen („TWINS“).

Das gesamte Vorhaben wird folgende Kriterien im Blick haben:

  • Tisa ist eine Ikone alter Wertevermittlung.
  • Sie steht für die Traditionen im Ruhrgebiet.
  • Sie steht für einen Brückenschlag alte/neue Heimat.
  • Sie setzt die Tradition von Käthe Kollwitz und Ernst Barlach fort: Sie solidarisierte sich mit denen, die im Schatten stehen.

Das Jugend-Kunstprojekt des Dorstener Kunstvereins hat während der Projektwoche vom 17.-21.09.2007 in der Gesamtschule Wulfen begonnen.

Erste Phase:
Zeichnen wie Tisa- mit Bleistift, Kohle, Graffit, Weiß-/Buntkrei-den, Rohrfedern (aus Tisas Fundus), Aquarellfarben, Zuckerkreiden.
Zweite Phase:
Acryl-Malerei auf Leinwand (250 x 250 mm),ein Porträt von Tisa aus unterschiedlichen Lebensabschnitten (1916, 1920, 1936, 1939, 2000). Die Mädchen suchten entsprechende Bilder aus Familienalben, ein Führerscheinfoto, ein Passbild und ein Pressefoto als Vorlage heraus
Dritte Phase:
Tisas Kunst im Öffentlichen Raum. Stadtrundgang mit Carola Steckel. Kirche der Ursulinen, Kirche St. Agatha, Marktplatz, Jüdisches Museum, Sparkasse Vest Recklinghausen.
Vierte Phase: Abbildungen und Texte aus dem Büchlein „Des Kaisers weibliche Kadetten“ werden Grundlage zur neuen Acryl-Malerei auf Leinwand (500 x 600 mm). Hier identifizierten sich die Schülerinnen in hohem Maße mit der damaligen Lebenssituation Tisas, war sie damals doch genau so alt wie die Schülerinnen heute und begehrte auf gegen die Regeln des evangelischen Stifts Heiligengrabe. Und das mit Erfolg! Die Schülerinnen sind hoch motiviert und von ihren Bildern ganz begeistert.

Fünfte Phase:
Planen und Aufbauen der Ausstellung. Einüben der einzelnen Textbeiträge: Material-Vorstellung, Porträt und Leitsätze, Texte zu den „Kadetten-Bildern“. Ausstellungseröffnung war am 21. 09 2007, um 12.00 Uhr. Wir bekamen viele positive Rückmeldungen. Das ermuntert alle, das Projekt fortzusetzen.

Sechste Phase:
In der Zeit vom 10.-12.Oktober 2007 wird eine Gruppe von Schülerinnen und Lehrerinnen aus Dorf Mecklenburg nach Dorsten kommen. Sie wollen das Kloster und die Stadt besuchen, wo Tisa von der Schulenburg, die Namenspatronin ihrer Schule, als Ordensfrau, als Kunstlehrerin, Künstlerin und Bürgerin lebte und wirkte. Schwester Barbara lädt zu einem gemeinsamen Rundgang durch Dorsten ein. Abends ist ein Treffen im Atelier von Tisa geplant. Bei diesen Unternehmungen können erste Kontakte zwischen den Gästen aus Mecklenburg und den Schülerinnen der Gesamtschule geknüpft werden.

Das Projekt wird kontinuierlich weitergeführt.

Anstehende Termine
    In Planung
    Der Drubbel in Dorsten